Dadajugend
Polyform
Computerbastelei in Garage und Wohnzimmer - daraus entstehen
Weltkonzerne. Oder die Dadajugend Polyform. Was einst als Soundtüftelei
im verschlafenen fränkischen Kleinstädtchen Kulmbach
begann, ist seit 2008 zu einer „richtigen“ Band
herangereift.
Die Kleinstadtidylle
hat man hinter sich gelassen, lediglich die Texte der Songs
(Small Town Gossip, Localism Leeds) zeugen noch von der „Vergangenheit“,
die man ja sowieso am besten in Songs aufarbeiten kann. Die
Band lebt inzwischen über ganz Deutschland verstreut (München,
Nürnberg, Berlin). Und auch soundtechnisch wurden neue
Pfade bestritten. Den anfänglich dadaistischen Texten und
anarchistischen Songstrukturen, z.B. zu hören in dem von
der Frittenbude zitierten Track „Automatica“ folgte
ein Schwenk in den 80er-Wavepop, ohne die „alte Liebe“
rosten zu lassen. Es ist schon ein bisschen wie bei „gesucht
und gefunden“, was sich natürlich auf der neuen Platte
sehr schön widerspiegelt.
Denn egal,
wie auch immer man die Eckpfeiler benennen mag, Post-Punk, Elektropunk,
Wavepop..., was die Dadajugend aus den Zutaten macht, gewinnt
zusehends an Format, schafft eine ganz eigene Atmosphäre
und reißt dancefloor-like mit.
Das erste
Album "Louis de Marsalle" erscheint nun beim Indielabel
AdP records. Benannt ist die LP nach dem expressionistischen
Maler und Grafiker Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) bzw. seinem
Pseudonym "Louis de Marsalle", unter dem er -in festem
Glauben, dass trotz hoher Anerkennung seine Kunst in der Presse
nicht genug Aufmerksamkeit fände- kurzerhand selbst Kritiken
und Aufsätze zu seinen eigenen Werken schrieb.
Nach zwei
EPs und einer Remixscheibe wurde es nun aber wirklich höchste
Zeit für die erste LP der Dadajugend! 11 Songs, gemixt
von Plemo, finden im Winter 2011 ihren Weg auf die "Louis
de Marsalle" betitelte CD und stellen die ideale Schnittmenge
der oben beschriebenen Dadajugend-Zutaten: Glam Wave meets energetischen
Elektropoppunk.
www.dadajugend.de
www.myspace.com/dadajugend
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